Pflanzenschutz - Maßnahmen

Aussaat von Sommerungen

Die Flächen trocknen nach und nach ab. Sobald die Saatbettbereitung und Aussaat ohne Bodenverdichtungen durchgeführt werden kann, sollte die Aussaat von Sommergetreide, Erbsen und Ackerbohnen erfolgen. Ob die Bodenbedingungen günstig sind, oder es im Unterboden noch zu nass ist, sollte man durchaus mit einem Spaten kontrollieren.

Sommerraps leidet unter einem Kälteeinbruch im Frühjahr stark und sollte daher noch nicht zur Aussaat kommen.

Die Bodenbearbeitung sollte dabei so tief wie nötig und so flach wie möglich eingestellt werden. Zu tiefe Bodenbearbeitung verbraucht sehr viel Wasser das im späteren Verlauf der Vegetation fehlen könnte. Im ersten Arbeitsgang sollte nicht tiefer als 10 cm gearbeitet werden. Muss noch Zwischenfruchtaufwuchs eingearbeitet werden, sind oft zwei Bodenbearbeitungsgänge notwendig.

Bei diesen frühen Saatterminen sollte die Aussaatmenge entsprechend angepasst werden.

Sommergerste 280-300 Kö/qm

Hafer 280-300 Kö/qm

Sommertriticale 300-320 Kö/qm

Sommerweizen 320-330 Kö/qm

Sommerroggen 200-250 Kö/qm

Körnererbsen 75-80 Kö/qm

Ackerbohne 40-45 Kö//qm

Um die Nährstoffversorgung der Sommerungen auch bei Trockenheit sicher zu stellen, empfiehlt es sich den Dünger bei der Saatbettbereitung einzuarbeiten.

Leguminosen benötigen keine Stickstoffdüngung, auch keine Andüngung. Allerdings haben sie einen recht hohen Schwefelbedarf. Dieser sollte wenn möglich über schwefelhaltige Grunddünger wie Kali oder Magnesium gegeben werden.

In Leguminosen stehen nur Herbizide mit Wirkung über den Boden zur Verfügung. Entsprechende Sorgfalt muss bei der Saatbettbereitung erfolgen. Bei trockenen Bodenbedingungen kann ein Walzenstrich die Einsatzbedingungen für diese Herbizide verbessern.


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Weitere tagesaktuelle Informationen aus Rheinland-Pfalz finden Sie hier: www.isip.de

TIPP: "Warndienstabonennten wissen mehr" - den Warndienst, das Wetterfax und e-mail für Pflanzenbau und Pflanzenschutz und den umfassendem Zugang zum isip-Portal erhalten Sie unter:

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Ulrich Nöth, Rüdesheimer Str. 60 - 68, 55545 Bad Kreuznach
, Tel: 06 71 / 820-437
E-Mail:
ulrich.noeth@dlr.rlp.de



uwe.preiss@dlr.rlp.de     www.Pflanzenschutz.rlp.de drucken nach oben  zurück